Spiele verantwortungsvoll!

Beim Spielen steht der Spaß im Vordergrund. Doch insbesondere beim Spielen im Online Casino, wo es um echtes Geld gehen kann, kommt nur dann Spaß auf, wenn du verantwortungsvoll spielst. Sobald der Spaß nicht mehr im Vordergrund steht, wird es ernst und insbesondere im Online Casino Test kann sich aus Hartnäckigkeit und exzessivem Spielen eine Spielsucht entwickeln. Dies nehmen wir sehr ernst und möchten dir auf dieser Seite alle Informationen zum Thema Spielsucht geben, damit du ihr wirksam vorbeugen und sie frühzeitig erkennen kannst.

Spielsucht – was ist das?

Spielsucht gibt es nicht nur im Casino. Sie setzt dann ein, wenn sich im Leben zunehmend alles um das Spiel dreht. Man sitzt viele Stunden täglich vor dem Spielautomaten, im Casino oder in einem anderen Spiel und vergisst Pflichten und andere Dinge im Leben. Häufig brechen auch soziale Kontakte zu Freunden und Familie vermehrt ab.

Diese Abhängigkeit ist für Betroffene verhängnisvoll, obwohl sie nicht an eine körperliche Abhängigkeit gekoppelt ist, wie man es bei anderen Suchtbildern kennt. Bei jeder Verhaltenssucht – zu der auch die Spielsucht gehört – verlieren die Betroffenen die Kontrolle und werden aus einem inneren Zwang heraus angetrieben, immer weiter zu spielen. Beim Spielen im Onlinecasino können daraus neben dem Verlust von Sozialkontakt auch hohe Schulden entstehen. Zudem werden wichtige Dinge wie der Beruf vernachlässigt oder es kann sogar zur Veruntreuung von Geld kommen, um die Sucht zu finanzieren. Im späteren Verlauf entsteht daraus nicht selten der Verlust des Arbeitsplatzes.

Glücklicherweise wird Spielsucht heute von Krankenkassen als Krankheit anerkannt. Man spricht von krankhaft pathologischem Glücksspiel. Kennzeichnend bei dieser Art von Spielen ist der Umstand, dass nicht Können über den Ausgang entscheidet, sondern Glück. Entsprechend sind Gewinn und Verlust vom Zufall abhängig. Glücksspielsüchtige geben sich am häufigsten Automaten und anderen Casinospielen sowie Karten- und Würfelspielen hin. Auch Sportwetten und sonstige Wetten stehen häufig mit der Sucht in Verbindung. Unter Lottospielern hingegen wird die Glücksspielsucht deutlich seltener beobachtet.

Da Online Casinos in den letzten Jahren immer beliebter geworden sind, sehen sich zunehmend mehr Menschen dieser Gefahr ausgesetzt. Nur durch verantwortungsbewusstes Spiel kann man ihr entgegenwirken; denn trotz teilweise Verboten und harten Regularien in Deutschland ist es schwer, das Spielen zu kontrollieren, da grenzüberschreitendendes Spielen im Internet sehr einfach möglich ist.

Ursachen und Risikofaktoren von Spielsucht

Es gibt nicht nur die eine Ursache für pathologische Spielsucht. Bei der Entstehung spielen viele Faktoren eine Rolle. Die Hauptursachen sind nach einhelliger Meinung eine Mischung aus genetischen, psychosozialen und biologischen Faktoren.

Neben der Spielsucht treten häufig auch andere psychische Störungen auf, die sich in der Folge mit entwickeln oder bereits vor Beginn der Spielsucht vorhanden waren. Betroffene klagen häufig gleichzeitig über Angst- und Persönlichkeitsstörungen sowie Drogensucht. Über 50% der Glücksspielsüchtigen konsumieren beispielsweise viel Alkohol. Unter diesen Kombinationen leidet das Selbstwertgefühl sehr stark, wodurch wiederum depressive Erkrankungen, Panikzustände und Bindungsangst entstehen können.

Die deutsche Hauptstelle für Suchtfragen schätzt, dass bis zu 170.000 Menschen in Deutschland eine krankhafte pathologische Spielsucht entwickelt haben, die behandelt werden müsste. Allerdings werden Betroffene nur dann statistisch erfasst, wenn sie selbst Hilfe suchen. Die Dunkelziffer könnte daher noch weitaus höher liegen, wie andere Studien zeigen.

Auch wenn man Spiel- und Wettsucht überwiegend bei Männern beobachtet, sind auch Frauen von Spielsucht betroffen. Sie kann sowohl bei Jugendlichen als auch Erwachsenen auftreten und auch ältere Menschen sind davor nicht geschützt.

Krankheitsverlauf der Spielsucht

Der Verlauf einer Glücksspielsucht kann individuell sehr unterschiedlich sein. Studien haben gezeigt, dass er auch stark vom Geschlecht beeinflusst ist. Männer sind im Gegensatz zu Frauen bereits im Jugendalter deutlich stärker gefährdet, an Spielsucht zu erkranken.

Häufig entwickelt sich Spielsucht als schleichender Prozess. Was als netter Zeitvertreib beginnt, entwickelt sich zu einer starken Bindung. Die Sucht bekommt eine Eigendynamik, bei der der Spieler die Kontrolle über das Spielverhalten komplett verliert. Längere Spielzeiten, immer höhere Einsätze und das Überschreiten der selbst gesetzten Grenzen sind deutliche Warnsignale, die jeder beachten sollte.

Wie sich die Sucht später entwickelt und wie gut sie sich behandeln lässt, ist stark von der Schwere der Abhängigkeit, der Bereitschaft und Motivation des Betroffenen und den Behandlungsmöglichkeiten abhängig. Insbesondere, wenn weiteres Suchtverhalten oder andere psychische Störungen vorliegen, kann dies die Therapie deutlich erschweren. Sehr wichtig ist die Unterstützung durch Freunde und die Familie. Sie können einen sehr positiven Einfluss auf die Behandlung nehmen.

Generell gilt: Je früher die Spielsucht erkannt und behandelt wird, desto höher sind die Chancen, dass die Behandlung erfolgreich verläuft und die Spielsucht wirksam bekämpft werden kann. Halte daher stets auch selbst nach Warnsignalen Ausschau und höre auf deine Mitmenschen, wenn sie dir etwas zu sagen haben.

Suchtentwicklung durch hohes Suchtpotenzial der Spiele

Casinospiele haben heute ein hohes Suchtpotential, denn sie sind ständig verfügbar und speziell so aufgebaut, dass der Spielverlauf schnell ist und einen gewissen Kick entwickelt. Die Spiele lassen zudem den Eindruck entstehen, dass sie durch den Spieler steuerbar sind, so dass er im Glauben sein soll, er habe die Kontrolle über den Verlauf. Wenn der Spieler verliert, sieht es häufig so aus, dass er nur knapp verloren hat, was wiederum dazu verleitet, es nochmal zu versuchen. Im Laufe des Spiels erhält der Spieler darüber hinaus häufig casino Boni in Form von Punkten, Freispielen oder Bonusspielen und es wird zudem häufig nicht direkt um echtes Geld gespielt, sondern um eine umgewandelte Währung in Form von Coins. Dadurch geht der Bezug zum Echtgeld und zum tatsächlichen Einsatz verloren, was die Sucht zusätzlich verstärken kann.

Dank mobiler Casinos, Spielen am Tablet, Desktop und direkt im Browser an jedem beliebigen Gerät sind die Spiele heute ständig verfügbar. Das Glücksspielangebot im Internet ist riesig und für jeden zu jeder Zeit zugänglich geworden. Zwar gibt es neuerdings in Deutschland Regularien, die die Höhe des Einsatzes und die Geschwindigkeit des Spiels regulieren, noch bis vor kurzem war Glücksspiel in Deutschland aber – mit Ausnahme von Schleswig-Holstein – eine Grauzone. Dank internationaler Richtlinien und EU-Gesetzgebung war es aber dennoch seit jeher problemlos auch für deutsche Spieler möglich, Glücksspiele im Internet zu spielen. Gleiches gilt auch für Online-Poker oder Sportwetten im Internet.

Spielsucht: Symptome

Spielsucht entwickelt sich langsam und schleichend. Häufig dauert es mehrere Jahre, bis sich eine echte Sucht entwickelt hat. Zu Beginn spielen die Betroffenen in der Regel rein zum Vergnügen und das Ausmaß des Spielens hält sich noch stark in Grenzen. Sehr häufig beginnt die Phase des exzessiven Spielens erst nach etwas zwei Jahren. An diesem Punkt verlieren die Spieler die Kontrolle über ihr Verhalten und es entwickelt sich ein innerer Zwang zum Spielen.

Bis der Betroffene einsieht – sofern dies überhaupt geschieht – dass er oder sie Hilfe braucht, können weitere Jahre vergehen. Entsprechend dieser Entwicklung sehen Experten eine Spielsucht-Entwicklung, die sich in mehreren Phasen über Jahre entwickelt. Es beginnt mit dem positiven Anfangsstadium und geht über das Gewöhnungsstadium bis bin zum Suchtstadium. Dabei gibt es für jede Phase der Spielsucht Symptome, die für das jeweilige Stadium typisch sind.

  1. Das Anfangsstadium

Eine Spielsucht beginnt mit gelegentlichem Spiel im positiv geprägten Anfangsstadium. Durch die Einsätze gibt es etwas zu verlieren und entsprechend Nervenkitzel. Gewinne sorgen für Euphorie und Freude. Dies lässt Alltagsprobleme vergessen. Am Anfang verläuft das Spiel aber meist noch reguliert, denn die Spieler kommen nach wie vor ihren täglichen Verpflichtungen, Freizeitaktivitäten und Sozialkontakten nach.

In dieser Phase spricht man noch von Gelegenheitsspielern bzw. Freizeitspielern. Insbesondere größere Gewinne – unabhängig von vorherigen Verlusten – führen jedoch dazu, dass die Verlockung immer größer wird, weiter zu spielen und das Spiel zu intensivieren. So entsteht der Übergang zur Phase 2.

  1. Das Gewöhnungsstadium

In der Gewöhnungsphase verlieren die Spieler nach und nach die Kontrolle über das eigene Spiel. Es geht der Bezug zum Einsatz und zur Spieldauer zunehmend verloren. Das Spielen wird immer regelmäßiger und zu einer gewohnten Ablenkung vom Alltag. Gewinne lassen Glücksgefühle entstehen und statt im Falle eines größeren Gewinns aufzuhören, fordern die meisten Spieler ihr Glück heraus und überstrapazieren es damit.

Auf Dauer kann ein Spieler im Glücksspiel nicht gewinnen. Die Spiele sind schlichtweg so aufgebaut, dass dies nicht möglich ist. Es gewinnt immer der Anbieter und Verluste übertreffen immer die Gewinne. Doch insbesondere, wenn Spieler ihr Geld verloren haben, fällt das Aufhören schwer, schließlich will man es wieder zurückgewinnen. Der Kontrollverlust in dieser Phase wird von den meisten Spielern nicht bemerkt.

Das Problem an dieser Stelle ist häufig, dass die Spieler nicht Glück oder Pech mit dem Gewinn bzw. Verlust ihres Geldes verantwortlich machen, sondern das eigene Handeln. Hier kommen dann häufig auch Glücksbringer, bestimmte Verhaltensmuster, das Wechseln von Automaten oder bestimmte Setzstrategien zum Einsatz. So erhoffen sich die Spieler, einen positiven Einfluss auf den Verlauf nehmen zu können.

An diesem Punkt sprechen Experten bereits von einem Problemspieler. Selbstbewusstsein geht verloren, das Glücksspiel nimmt einen wesentlichen Teil des Lebens der Spieler ein und die Freude am Leben ist zunehmend an Gewinne im Spiel gekoppelt. Die Gedanken kreisen praktisch nur noch um das Spiel. Ein Verlust sorgt für starke Niedergeschlagenheit und das Selbstwertgefühl leidet zunehmend. Dies äußert sich in leichter Reizbarkeit und einem hohen Maß an Angespanntheit.

Freunde, Hobbys und die Arbeit werden vernachlässigt und rücken in den Hintergrund. Viele verheimlichen das häufige Glücksspiel vor Freunden und verstricken sich zunehmend in Lügenkonstrukte. Tritt eine zunehmende Verschuldung ein, wird es sehr gefährlich. Probleme mit der Bank, mit dem Arbeitgeber und Freunden und Familie sind nicht selten die Folge. In dieser Phase trifft gut gemeinte Hilfe meist auf Aggression und Leugnung. Daher distanzieren sich Angehörige meist, was jedoch der falsche Weg ist.

  1. Das Suchtstadium

Im letzten Stadium sprechen Experten von Verzweiflungs- bzw. Exzessivspielern. Die realistischen und rationalen Grenzen für Spieldauer und Einsatzhöhe sind verloren gegangen und die Risiken, die die Spieler bereit sind einzugehen, werden immer größer. Nur durch höhere Risiken bleibt der Nervenkitzel erhalten, da die Toleranzgrenze stetig wächst.

Um den Reiz zu erhöhen, wird häufig an mehreren Automaten gleichzeitig gespielt und es gibt im Prinzip keinerlei Kontrolle mehr. Viele verlieren auch völlig den Überblick über Gewinne und Verluste.

Nicht selten gingen an diesem Punkt der Arbeitsplatz, Kontakt zu Freunden und Familie sowie anderen sozialen Bereichen des Lebens bereits verloren. Eine realistische Vorstellung von normalen Einsatzhöhen, eigenen Limits und zeitlichen Begrenzungen ist nicht mehr vorhanden. Dies führt zu sehr hohen Schulden, die nicht mehr zurückgezahlt werden können. Es wird im wahrsten Sinne des Wortes das gesamte Hab und Gut verspielt. Diese Folge ist jedoch so gravierend, dass sie auch der Betroffene nicht mehr ignorieren kann. Trotz dessen ist es Betroffenen nicht mehr möglich, mit dem Spielen aufzuhören. Die Gewinnchancen sind immer noch im Hinterkopf und werden nicht selten als der einzige Ausweg gesehen. Dies ist jedoch ein besonders folgenschwerer und gefährlicher Trugschluss.

Zu den offensichtlichen Symptomen kommen in der letzten Phase häufig körperliche und psychische Symptome hinzu. Es kann zu starkem Stress und Angstzuständen kommen. Pathologische Spieler erkennt man daher häufig an zittrigen Händen, starkem Schwitzen und Realitätsverlust. Einige Spieler verlieren sich komplett im Glücksspiel und wissen bisweilen nicht einmal mehr, wo sie sich gerade befinden.

Pathologischer Glücksspieler – die Diagnose

Wenn Sie unsicher sind, ob Sie selbst oder ein Angehöriger von pathologischer Spielsucht betroffen ist, kann Ihnen die folgende Liste weiterhelfen. Nach dem Diagnostischen und Statistischen Manual Psychischer Störungen (DSM-IV) müssen mindestens fünf der folgenden Kriterien gleichzeitig zutreffen, damit eine Spielsucht diagnostiziert werden kann:

Betroffene […]

  • […] beschäftigen sich nahezu ausschließlich in Gedanken mit dem Glücksspiel
  • […] erhöhen ihre Einsätze immer weiter, um den gewünschten Reiz zu spüren
  • […] versuchen erfolglos, Kontrolle über das Spiel zu gewinnen oder aufzuhören
  • […] reagieren gereizt und unruhig, wenn sie sich mit dem Aufhören befassen
  • […] finden zunehmend im Spiel Ablenkung von negativer Stimmung
  • […] hören auch nach Geldverlusten nicht auf zu spielen
  • […] lügen häufig, um Suchtprobleme zu verbergen
  • […] finanzieren die Spielsucht über illegale Wege
  • […] nehmen den Verlust von Zukunftschancen, Sozialkontakten und Arbeitsplatz in Kauf
  • […] fragen Angehörige und Freunde nach Geld zur Finanzierung des Spielens

Weitere Tests im Internet können bei der Einschätzung helfen, ob Spielsucht vorliegt. Ein solcher Test oder auch die oben aufgeführte Liste können jedoch keine Experten-Diagnose ersetzen. Bei Verdacht auf Glücksspielsucht solltest du daher unbedingt einen Spezialisten aufsuchen oder dich an eine entsprechende Stelle wenden.

Wie kann man einer Glücksspielsucht vorbeugen?

Es gibt verschiedene Maßnahmen, die man bei Aufkommen einer Glücksspielsucht ergreifen kann. Bei guten Online Casinos gibt es technische Einstellungen, die vorgenommen werden können. Darüber hinaus sollte man bereits frühzeitig eigene Regeln und Grenzen festlegen, die nicht überschritten werden. Diese solltest du unbedingt einhalten und sie unter keinen Umständen überschreiten. Spiele immer nur mit dem Geld, das dir für das Spiel zur Verfügung steht und das du bereit bist, zu verlieren.

Auf unserer Seite findest du empfehlenswerte Onlinecasinos, die technische Regularien und Informationen zum Thema Glücksspielsucht bereitstellen. Ein guter Kundendienst in einem Online Casino wird dich ebenfalls ausführlich zu dem Thema beraten können und nicht im Eigennutz handeln, sondern dir empfehlenswerte Anlaufstellen nennen. Darüber hinaus findest du auf Portalen wie Check dein Spiel weitere Kontaktmöglichkeiten, Hilfe und Ansatzmöglichkeiten, um einer Glücksspielsucht vorzubeugen.

Im Folgenden haben wir einige Ansatzpunkte zur Vorbeugung für dich zusammengefasst, die dir helfen können, einer aufkommenden Sucht frühzeitig gegenzusteuern.

Technische Möglichkeiten zur Suchtprävention

Ein seriöses und vertrauenswürdiges Online Casino bietet dir Möglichkeiten, dich selbst zu regulieren und dem eigenen Verhalten Grenzen zu setzen. Dies kann beispielsweise in Form von festgelegten Einsatzlimits oder auch Zeitlimits erfolgen, die du selbst einstellen und nicht ohne weiteres umgehen kannst. Solche Limits können entweder vom Spieler selbst oder über den Support vom Anbieter festgelegt werden.

Über Limits lässt sich gut verhindern, dass du mehr Geld setzt, als du dir leisten kannst. Änderungen des Limits sind nicht sofort (im Affekt) möglich, sondern treten erst nach einer gewissen Zeitspanne in Kraft. Dies verhindert unüberlegtes Handeln.

Auch der Selbstausschluss von einer Plattform ist eine technische Möglichkeit, Glücksspielsucht vorzubeugen. Die meisten guten Online Casinos bieten die Möglichkeit, sich selbst für einen gewissen Zeitraum zu sperren. Dann ist die Seite nicht nutzbar und du kannst mit deinem Account nicht spielen.

Während der Übergangszeit zum neuen Glücksspielstaatsvertrag in Deutschland, der im Juli 2021 in Kraft tritt, gelten für Automatenspiele strengere Kriterien hinsichtlich des Spielerschutzes und Einsatzlimits. Auch diese technischen Maßnahmen kommen der Suchtprävention entgegen.

Sinnvolle Regeln zur Selbstkontrolle

Wie zuvor bereits angesprochen, ist es empfehlenswert, dass du dir selbst Regeln festlegt, an die du dich stets hältst.

Umgang mit Geld

Überlege dir vorab, wieviel Geld du bereit bist, zu verlieren. Dieses Einsatzlimit solltest du dir frühzeitig festlegen und es keinesfalls überschreiten. So kannst du verhindern, dass du den Überblick verlierst und im Affekt doch nochmal etwas setzt, um einen Verlust auszugleichen. Der Versuch, Verluste über zukünftige Gewinne auszugleichen, ist ein ernstzunehmendes Warnsignal für eine Spielsucht. Versuche daher, diesem Verhalten frühzeitig vorzubeugen.

Umgang mit Zeit

Ebenso wie für das Budget solltest du dir unbedingt auch zeitliche Limits setzen. Überlege dir, wieviel Zeit du mit dem Glücksspiel verbringen kannst, ohne andere Dinge zu vernachlässigen. Diese Zeitspanne solltest du unter keinen Umständen überschreiten. Bleibe dabei ehrlich zu dir selbst und nutze im Zweifel Tracker, um die Spielzeit genau aufzuzeichnen. Halte zudem Pausen ein und lasse nicht zu, dass das Glücksspiel zu deiner Hauptbeschäftigung wird.

Umgang mit Emotionen

Du solltest lernen, dir deiner eigenen Gefühle bewusst zu werden. Nutze Glücksspiel nicht, um negativen Gefühlen und Emotionen zu entfliehen. Du solltest dich auch nicht mit Glücksspiel von Problemen ablenken und Freude im Spiel suchen. Sieh Glücksspiel immer nur als Form der Unterhaltung und nie als Möglichkeit, Geld zu verdienen oder reich zu werden.

Hilfe bei Spielsucht

Wenn du bereits unter Spielsucht leidest, solltest du schnellstmöglich die Kontrolle über dein Leben zurückerlangen. Viele Menschen schaffen das nicht alleine, denn der Weg aus der einer Sucht heraus ist nie leicht. Eine spezielle Spielsucht-Therapie ist daher eine sinnvolle Möglichkeit, wieder Herr der Lage zu werden, die Sucht zu überwinden und Schulden in den Griff zu bekommen. Im Rahmen einer solchen Therapie werden auch soziale Kontakte nach und nach wieder aufgebaut. Dies ist ebenfalls ein wesentlicher Bestandteil im Kampf gegen die Sucht.

Grundvoraussetzung für die Behandlung einer Spielsucht ist jedoch die Motivation des Betroffenen. Auch wenn Glücksspiele dich finanziell ruinieren können, zieht die Sucht viele Menschen immer wieder zum Spiel zurück. Häufig gelingt der Ausstieg über die Einsicht erst durch eine schwere Krise. Doch das muss nicht zwangsläufig der Fall sein. Es muss nicht bis zur Androhung der Scheidung oder der Kündigung des Arbeitsplatzes kommen, wenn du früh genug Einsicht zeigst und dir Hilfe suchst.

Das alte Sprichwort „Einsicht ist der erste Schritt zur Besserung“ trifft kaum in einem Bereich so zu, wie bei der Suchtbekämpfung. Erst wenn Spielsüchtige selbst bereit sind, sich helfen zu lassen, kann die eigentliche Therapie beginnen und hat gute Aussicht auf Erfolg.

Wenn du betroffen bist und bei Spielsucht Hilfe in Anspruch nehmen möchtest, sind folgende Anlaufstellen empfehlenswert:

Auch wenn Spielsucht isoliert, solltest du dir stets vor Augen führen, dass du mit dem Problem nicht allein bist. Aktuellen Studien zufolge gibt es alleine in Deutschland bis zu 420.000 Menschen, die Suchtverhalten beim Glücksspiel aufweisen und bei bis zu 350.000 weiteren Menschen nimmt man Probleme mit Glücksspiel an. Es gibt also viele Menschen, die mit dem Thema zu kämpfen haben. Sei du einer von denen, die sich der Sache annehmen und aktiv Hilfe in Anspruch nehmen – dafür ist es nie zu spät!